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Cheyne Household
Gerade in der heutigen Zeit, die so schnelllebig, und voller Stress ist,
besinnen sich immer mehr Menschen auf das alte Wissen um die
Heilkräfte der Pflanzen. Die unten genannte Auflistung von Kräutern
und Gemüsen ist nicht als primäres Medikament zu verstehen, sondern
kann als begleitende Maßnahme und Unterstützung zur medikamentösen
Therapie dienen. Alles in Allem sollte aber auf jeden Fall ein Arztbesuch,
oder Besuch bei einem Heilpraktiker, stattfinden, und die Naturheilmittel
besprochen werden. Denn es können Neben- oder Wechselwirkungen
auftreten. Wer die unten genannten Kräuter ud Gemüse ausprobiert,
übernimmt die Verantwortung für seine eigene Gesundheit.
Echter Alant
Diese Wurzel hilft gegen Entzündungen der oberen Atemwege und
Dauerhusten. Auch bei Gallen- und Magenschwäche sowie gegen
Entzündungen der ableitenden Harnwege und Blase wurde sie
angewendet.
Arnika
Arnika war als Arznei schon bei den Germanen, und ist heute wieder sehr
beliebt, besonders bei Sportlern. Man verwendet die Blüten in Salben, Gelen
o.ä. zur äußerlichen Wundbehandlung bei Prellungen, Zerrungen, aber auch
gegen rheumatische Beschwerden.
Augentrost
Schon bei Theophrast und Dioscurides erwähnt, macht der Augentrost
seinem Namen alle Ehre. Er ist ein altes Volksheilmittel gegen Augener-
krankungen, wie Bindehaut- Lidrand- oder Hornhautentzündung. Man
verwendet dabei die blühende Pflanze. In der Homöopathie bereitet
man aus frischem Kraut eine Tinktur.
Baldrian
Bei allen Zuständen von Nervosität, Schlaflosigkeit und vielen psycho-
somatisch bedingten Krankheiten (z.B. Magengeschwür oder - krämpfe)
kann Baldrian als Tee, Tinktur oder Pulver (z.B. Tabletten) eingesetzt
werden. Bei Schlaflosigkeit empfiehlt sich vor dem Schlafengehen ein
Tee aus Baldrian, Hopfen, Beifuss und Melisse, der in kleinen Schlucken
langsam getrunken wird. Da Baldrian nicht müde macht, kann er auch
bei Prüfungsangst eingesetzt werden. Inzwischen gibt es Baldrianprodukte
in jedem größeren Supermarkt. Sie können viele Psychopharmaka ersetzen,
weil sie nicht nur ungefährlicher wirken sondern auch nicht süchtig machen.
Beinwell
In der Volksmedizin als "Heilwurz" sehr bekannt.
Beinwell wirkt schmerzstillend bei Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen und Sportverletzungen.
Brennnessel
Zu Unrecht wird die Brennnessel als lästiges Unkraut verunglimpft, sie ist ein
Heilkraut, das eine lange Tradition aufweist. Auch in der Küche findet sie nach
wie vor Verwendung. Brennessel dient zum Entwässern.
Estragon
Im Mittelalter verwendete man Estragon gegen die Pest. Der Hauptwirkstoff
ist ätherisches Öl, weiterhin kommen Bitter- und Gerbstoffe in Estragon vor.
Estragon-Tee wird zur Appetitförderung, zur Unterstützung der Magensaftbildung
und der Verdauung, zur Anregung des Stoffwechsels und zur Stärkung des
Organismus angewendet.
Eibisch
Es hilft bei Bronchitis, Durchfall, Husten, Luftröhren- und Halsentzündungen,
Magen- und Darmschleimhautentzündungen sowie bei leichten Verbrennungen.
Eisenkraut
Das Eisenkraut war früher eine der wichtigsten Heilpflanzen, es wurde sogar
zur rituellen Reinigung der Tempel verwendet. Heute wird hauptsächlich sein südamerikanischer Bruder Verbena angeboten, und die europäische Pflanze
ist fast in Vergessenheit geraten. Die Heilwirkung (lindernd bei Bronchitis,
Husten, Katarrh der oberen Luftwege, harntreibend, menstruationsfördernd,
milchbildend) können wir jedoch eher vom europäischen Eisenkraut erwarten,
wohingegen die südamerikanische Verbena stärker zitronig schmeckt und
daher als Haustee besser geeignet ist.
Fenchel
Der Fenchel wird als "frohmachendes" und verdauungsförderndes Mittel
benannt. "Immer gegessen, macht der Fenchel den Menschen lustig und froh,
gibt ihm eine schöne Gesichtsfarbe und einen guten Körpergeruch und eine
gute Verdauung." ( Hildegard von Bingen ) Man kann den Fenchel sowohl als
Tee, als auch in der Gemüse-Form zu sich nehmen. Neuerdings gibt es auch Fenchel-Kautabletten. Diese helfen ebenfalls auch gegen Blähungen.
Goldrute
Ihr Haupteinsatzgebiet in der Heilkunde ist der Nieren-Blasen-Apparat. Sie wirkt
stark harntreibend, blutreinigend, und wird angewendet bei Blasenentzündungen, Nierengrieß und -Steinen, Nierenleiden, zur Wundheilung, gegen Rheuma und
Gicht.
Johanniskraut
Johanniskraut ist ein sehr wichtiges Kraut gegen Depressionen, denn es sammelt
die Energie des Sonnenlichtes ihn seinem roten Farbstoff. Damit das Kraut die
volle Wirkung entfalten kann, sollte es, wie auch z.B. Baldrian, über längere Zeit eingenommen werden.
Kamille
Die Kamille begleitet uns schon seit der jüngeren Steinzeit. Kamillentee wirkt
vor allem bei Magen-Darmbeschwerden. Warme Umschläge mit Kamillentee
und Kamillenbäder heilen Wunden, Entzündungen und Geschwüre. Bei
Erkältungen hilft ein Kamillendampfbad.
Königskerze
Die Königskerze sieht genauso aus, wie sie heißt. Majestätisch wächst sie
kerzengrade bis zu 2 m nach oben und blüht auf einem Großteil ihrer Höhe
mit leuchtendgelben runden Blüten. Sie ist eine wichtige und bekannte
Heilpflanze bei Husten, vor allem bei Reizhusten.
Lavendel
Es waren natürlich Mönche, die Lavendel im 11. Jahrhundert über die Alpen
brachten und bei uns ansiedelten. Der Einsatz der Lavendelblüte geht weit
über die heilkundliche Verwendung hinaus. Lavendel kommt frisch geschnitten
aber auch getrocknet als Blumenschmuck zum Einsatz. Sein intensives Öl
wird in der Parfümverarbeitung genutzt, verbreitet ist der Brauch, kleine,
mit Lavendel gefüllte Stoffsäckchen zwischen die Kleider zu legen. Denn
Lavendel duftet nicht nur gut, sondern vertreibt auch Motten und lästiges
Ungeziefer. In der Küche kommt Lavendel als aromatisches Gewürz zur
Verfeinerung von Fleischgerichten zur Geltung. In der Klostermedizin
wurde Lavendel bei Verbrennungen und Insektenstichen eingesetzt.
Bei Kopfschmerzen und Erkältungen hilft Lavendeltee: 1 bis 2 Teelöffel
Lavendelblüten werden auf eine Tasse heißes Wasser gegeben, den
Tee 5 Minuten ziehen lassen. Entspannung verheißt das Lavendelbad:
100 Gramm Lavendelblüten mit 2 Litern Wasser aufkochen, abseihen,
den Badezusatz dem Badewasser zugeben.
Löwenzahn
Der Löwenzahn gehört zu den gewöhnlichsten bei uns heimischen Kräutern,
es ist unnötig ihn extra anzupflanzen, er siedelt sich mit Sicherheit ganz von
alleine an. Und doch ist er vielseitig einsetzbar. In der Küche werden die
jungen Blätter als Salat gegessen, aus den Blüten kann man Honig herstellen,
während sich seine Knospen wie Kapern einlegen lassen. Sogar die Wurzel
wurde benutzt, um Kaffee-Ersatz herzustellen. In der Heilkunde findet
Löwenzahn als Stoffwechsel und Verdauung anregende Pflanze Verwendung.
Auch hier wird er als Salat gegessen oder mit 2 Teelöffeln Blätter auf 1 Tasse
Wasser als Tee getrunken. Löwenzahn wirkt stark harntreibend.
Malve
Malventee zeigt Wirkung bei Bronchitis, Ekzemen, Hautentzündungen,
Weissfluss, Kehlkopf- und Stimmbänderentzündungen, Magen- und, Darmschleimhautentzündungen, Mund- und Rachenentzündungen.
Der Geschmack in der Tee-Version ist dem des Hibiskus nicht unähnlich.
Mariendistel
Bei Paracelsus wurde die Mariendistel "Frauendistel" genannt und sollte
gegen Rückenschmerzen und Seitenstechen helfen. Man verwendet die
Früchte/Samen gegen Leberbeschwerden sowie allgemein für das
Verdauungssystem. Homöopathisch werden Mariendisteln auch gegen
Krampfadern verwendet.
Melisse / Zitronenmelisse
Die Melisse ist eine Urpflanze der Heilkunde, zu allen Zeiten wurde das
Kraut zu medizinischen Zwecken genutzt. Es war eine Nonne, Maria
Clementine Martin, die 1775 den berühmten „Klosterfrau Melissengeist„
erfand, der noch heute gerne verwendet wird. Ursprünglich stammt das
Gewächs aus Kleinasien und dem östlichen Mittelmeerraum, wurde aber
sehr bald auch bei uns heimisch. Melisse wirkt gegen Schlafstörungen,
Kopfschmerzen und Nervosität. Wissenschaftlich erwiesen ist die Anwen-
dung von Melissenblättern bei Magen-Darm-Beschwerden, die nicht durch
organische Krankheiten hervorgerufen sind. Das Heilkraut nutzt man als
Badezusatz oder bereitet daraus den folgenden Tee : 1 Teelöffel Melisse
wird auf eine Tasse kochendes Wasser gegeben. Den Tee 10 Minuten
ziehen lassen, abseihen. Zwei bis drei Tassen täglich trinken.
Petersilie
In der Volksmedizin wurde Petersilie lange Zeit als Abtreibungsmittel
eingesetzt, während Männer an ihre Potenz steigernde Wirkung glaubten.
Seit dem 16. Jahrhundert ist die Petersilie ein beliebtes Küchenkraut.
Wissenschaftlich gesichert ist die heilsame Wirkung der Petersilie gegen Magen-Darm-Beschwerden und als harntreibendes Mittel bei Nieren- und Harnwegserkrankungen. Der Tee wird mit 1 Eßlöffel Petersilienkraut und
Wurzel auf eine Tasse kochendes Wasser zubereitet; 10 -15 Minuten ziehen
lassen und abseihen. Bei einer Entwässerungskur über den Tag verteilt 3
Tassen trinken und jeweils zwei Gläser Wasser nachtrinken.
Pfefferminze
Schon den Ägyptern war Pfefferminze als Heilpflanze bekannt. Die kultivierte,
echte Pfefferminze kann nur durch Stecklinge vermehrt werden. Ihr ätherisches
Öl enthält zwei starke Aromatica, Menthol und Menthon. Die getrockneten Blätter
helfen als Tee bei Verdauungsstörungen, Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden,
bei Nervosität, Schlaflosigkeit und Migräne. Zudem ist der ungesüßte, gekühlte Pfefferminztee im Sommer ein herrliches und gesundes Erfrischungsgetränk.
Ringelblume
Seit dem 12. Jahrhundert wurde sie in europäischen Gärten kultiviert, usprünglich
kam sie aus Ägypten. Im Mittelalter wurde sie gegen Kopfgrind, Tierbisse,
gemischt mit Ingwer als Magenmittel und bei Erkrankung der Milz verabreicht.
Heute überwiegt die äußerliche Anwendung als Umschlag, Salbe und Ölauszug.
Sie hilft bei Blutergüssen, Hautleiden, Quetschungen, und trockene spröde Hände.
Rosmarin
Er hilft mit seiner anregenden Wirkung gegen zu niedrigen Blutdruck. Es gibt ihn
z.B. als ätherisches Öl, welches man in die Unterschenkel einmassiert, um so
den Blutdruck zu erhöhen. Zudem wirkt er krampflösend, gegen Blähungen,
nervöse Kreislaufbeschwerden, rheumatische und neuralgische Beschwerden,
Schwäche und Erschöpfungszustände und Verdauungsstörungen.
Salbei
Der Salbei gehört zu den Kräutern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, bei
uns aber auch gut gedeihen. Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende
und desinfizierende Wirkung, dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und
ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl. Außerdem wirkt er
bei Kehlkopfkatarrh, Nervenstörungen, Depressionen, Schwindel und Zittern, Mandelentzündungen, Mundschleimhaut- und Rachenentzündungen und gegen
starkes Schwitzen, z.B. bei zu hohem Fieber.
Spitzwegerich
Er ist ein wichtiges Hustenmittel, und kann unterstützend gegen Bronchitis
eingesetzt werden.Interessant für Outdoor-Fans : Wenn man sich in der
freien Natur verletzt und weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei hat,
hilft es, ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde auf-
zulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze dann bedecken.
In diesem Fall soll Spitzwegerich wundheilungsfördernd, und entzündungs-
hemmend wirken. Die funktioniert auch bei Insektenstichen.
Quendel
Hilft gegen Hautausschläge, Akne, Neurodermitis und zur Blutreinigung.
Er kann wie Thymian als Gewürz verwendet werden.
Zimt
Hilft gegen die "Fehlsäfte", bei hormonellen Fehlsteuerungen, Stoffwechsel-
störungen, Harnsäuregicht, Diabetes melitus und Malaria. Heute wird Zimt
wieder vermehrt von den Wissenschaftlern bei der Bekämpfung gegen
Diabetes melitus ( Zuckerkrankheit ) unter die Lupe genommen. Zimt senke
den zu hohen Blutzucker. Es gibt ihn mittlerweile auch in Kapseln.
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