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Passend zur höfischen Bekleidung stellen wir Euch hier eine Houppelande der exklusiven Art vor. Der Brokat-Stoff ist nach einem Muster gewebt worden, welches aus dem 15. Jh. stammt, und ist heute - wie früher, sehr teuer.
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Oberstoff ist aus Silberbrokat ( Replik aus dem 15. Jh. )
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Futterstoff ist aus Atlasseide / Seidensatin
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komplett von Hand genäht
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geschlitzte Ärmel
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Stehkragen aus reinem Seidensamt
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Verzierung mittels einer Silberkordel
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Die folgende Tabelle soll Euch verdeutlichen, was ein solches Kleidungsstück ungefähr in Euro kosten würde, damit Ihr eine Vorstellung habt, falls Ihr den Wunsch habt, Euch ins gleiche Abenteuer zu stürzen. Der Preis richtet sich nach den üblichen Angeboten.
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4 Meter Silberbrokat
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das wollt Ihr nicht wissen :-) ... wenn doch, schreibt mich an
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4 Meter Atlasseide
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ca. 95 Euro
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Silberkordel und Seidenzwirn
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50
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Arbeitsstunden Nähen, Schnitt und Verzierung
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ca. 70
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... warten auf den Stoff
Der Stoff ist nun da, und lässt sich trotz Muster sehr schön verarbeiten. Zuerst habe ich alle Maße genommen, und den Stoff dann entsprechend ausgeschnitten. Durch das Muster muss man darauf achten, dass jedes Teil korrekt platziert ist, damit beim späteren Zusammennähen ein stimmiges Bild entsteht. Im Folgenden seht Ihr ein paar Bilder.
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Silberbrokat - Musterung. Man erkennt ein wenig die Granatäpfel und Ananas.
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Hier seht Ihr einen Ärmel - er besteht aus zwei Teilen, da er geschlitzt wird. Nach unseren Quellenlagen konnte das so gemacht werden, so ist die Rundung an den Schlitzen sauberer und einfacher. Unten rechts seht Ihr ein Vorderteil. Das andere Vorderteil ist so geschnitten, dass sich die Muster später beim Schliessen zusammen fügen.
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Das Rückenteil. Die Platzierung der Muster ist identisch mit den beiden Vorderteilen. In den tiefen Ausschnitt wird später der Kragen aus blauem Seidensamt eingefügt.
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Als erstes versäume ich alle Brokatteile, und nähe die Ärmelteile zusammen. Der einfache Schnitt erlaubt später höchste Bewegungsfreiheit, und sieht auch noch gut aus. An den Bildern unten erkennt Ihr, wie ich die Ärmelteile zusammen gefügt habe, das Muster aber erhalten blieb.
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Der geschlitzte offene Ärmel...
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Zwischendurch habe ich versucht, das Japansilber zu flechten, welches später die Kanten entlang festgenäht werden sollte, was mir aber nicht gelang, da das Silber sich abhob. Leider ist der dicke Strang einzeln noch zu dünn, weshalb ich mich aus praktischen Gründen für die synthetische Variante entscheide - einem Metallfaden, der zwar aussieht wie Silber, aber keines ist. Vielleicht werde ich das echte Silber an exponierter Stelle annähen, wie z.B. den Ärmelschlitzen.
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Unten seht Ihr nun den fertigen fluffigen Kragen aus reinem Seidensamt. Vielleicht passt er sogar. Bei diesem Stoff darf man zwar nicht niesen, weil er dann wegfliegt, aber er ist so gnädig, dass man sehr gut mit ihm fuschen kann. Er ist halt sehr dehnbar, und verzieht sich von Natur aus gerne. Also überlegt Euch sehr gut, ob Ihr Euch sowas antun möchtet. Ein Umstand der Eure Entscheidung sicher erleichtert, ist, dass es in Deutschland keinen Händler mehr für reinen Seidensamt gibt. Hier seht Ihr also eines der letzten Exemplare. :-)
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Übrigens ist es ein Irrglaube, dass an allen Jacken Stehkragen waren, wo man einen Kragen sieht. Oft sind die Jackenkragen ausgeschnitten, mit Pelz verbrämt, und das, was man dann als Stehkragen sieht, ist eigentlich vom Wams. Ich habe mich aber für die angenähte Kragenvariante ent- schieden, um mir das dicke Wams darunter zu sparen. Die Sommer heut- zutage sind doch um einiges heißer als Die damals.
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Nun ist die Atlasseide angekommen, und kaum ist sie da, wird sie schon zerschnitten. Die steifen Brokatteile sind die idealen Schablonen, und mit deren Hilfe schneide ich die besagten Seidenteile nun aus. Diese werden dann allesamt versäumt, und als Jacke zusammen genäht. Die Brokatteile werden ebenfalls als Jacke zusammen genäht.
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Hier seht Ihr schon einmal den Kragen und Stück vom Rückenteil. Rücken- und Vorderteile sind schon miteinander vernäht. Den Übergang vom Brokat zum Seidensamt habe ich mit einer geflochtenen Kordel aus Silberfäden dekoriert. Ebenso habe ich eine ungeflochtene Silberkordel an den Schulter- nähten befestigt, und so verfahre ich überall dort, wo Stoffteile aneinander stoßen.
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Im unteren Bild ist der Kragen nochmal im Detail.
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Bei der Anprobe der Brokatjacke fiel mir auf, dass ich, im wahrsten Sinne des Wortes, am unteren Rand nicht die Kurve bekommen hab. Das ist eine schwierige Stelle, wenn man weite Jacken schneidert. Wenn der Stoff in Richtung Rumpf "zusammen fällt", und die Seiten dann länger sind, als der Rest, sieht es nicht aus. Also musste nochmal die Schere dran. 5 cm ab Schnipp-schnapp und fertig war die Sache.
Nun zur zarten Seide, bevor sie weg fliegt.
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Das Seidenfutter ist nun komplett versäumt und zusammen genäht. Es bleibt auf links gewendet, und wird in den Oberstoff gesteckt. Nun beginne ich mit den Verbindungsnähten der zwei Stoffen. Endspurt.
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So. Nun ist die Jacke quasi fertig. Hier ein paar Bilder.
Die Jacke von vorne...
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näher dran...
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innere Verschlußleiste aus weißem rein-Seidensamt... werde noch die Dichte der Nestellöcher erhöhen
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Rückseite - Kragen mit gefälteten Ärmeln
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Schulter- und Armnähte mit einfacher Silberkordelverzierung
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Silberkordelverzierung am seitlichen Schlitz
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nochmal Deko...
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Ärmelschlitz mit Deko
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im Detail...
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zweiter "Ausgang" am Ärmel
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Ärmelschlitz und geschlitzte Seite, alles mit Silberkordeldeko
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durch die Metallfäden bleibt die Jacke auch ohne Inhalt stehen :-)
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Wams *deluxe* ( auf Eis gelegt ) / Houppelande *deluxe* III
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