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Kleidung für den Herren
Sonderanfertigungen

Hier zeigen wir eine sehr beliebte Kopfbedeckung des letzten Drittels des Spätmittelalters in England. Sie wird hier und da auch Muffin-Mütze genannt, vermutlich wegen ihrer "aufgebackenen" Form, wir nennen sie Henry VII - Mütze, da sie auf den meisten Gemälden des Königs zu finden ist. Siehe Bild rechts.



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Es gibt verschiedene Variationen dieser Kopfbedeckung, sie unterscheiden sich am auffälligsten an der hochstehenden Hutkrempe. Teils berühren sich die Enden, teils sind sie links und rechts auf Ohrhöhe abschliessend ( siehe Bild rechts ). Unsere Version ist die erst Genannte.

Da die Henry VII - Mütze in der Regel von wohlhabenden, oder adligen Leuten getragen wurde, findet man häufig Verzierungen an ihr. Dies zeigt das Bild rechts ebenfalls.



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Was man benötigt :

Oberstoff
Futterstoff
Nadel
Leinenzwirn oder Seide
Schere
Maßband


Als Oberstoff eignet sich schöner Wollstoff, der nicht zu dünn sein darf, oder Baumwoll- bzw. Seidensamt. Futterstoffe wären fein gewebtes Leinen, oder ein feiner Wollstoff. Ich empfehle Euch jedoch das fein gewebte Leinen, es läd die Haare nicht auf, und ist sehr angenehm zu tragen, auch im Sommer.

Nun messt Ihr Euren Kopfumfang aus, und berechnet den Durchmesser.
Durchschnittlich ist der Durchmesser achtunddreißig Zentimeter.
Wenn Ihr Probleme habt, eine Rundung zu zeichnen, so könnt Ihr auch einen Deckel nehmen, um einen schönen Kreis auf dem Stoff Eurer Wahl zu zeichnen, oder auf die Schablone. Denkt bitte an ca. zwei Zentimeter Nahtzugabe.
Dies müsst Ihr zwei mal machen, einmal für den Oberstoff, einmal für das Futter.

Nun zeichnet Ihr ein Rechteck mit fünfundzwanzig Zentimeter Breite, und etwa achzig Zentimeter Länge. Dieses Rechteck ist bewußt länger, als man braucht. Das liegt daran, dass es mehr verzogen wird, da man es außen am Kreis befestigt. Man wundert sich, viel es ausmacht, außen statt innen im Kreis zu nähen. Da können schonmal plötzlich über zehn Zentimeter fehlen. Das, was übrig bleibt, schneidet Ihr zum Schluß einfach ab.




Hat man nun die drei Teile der Henry VII - Mütze fertig ausgeschnitten, näht man den Futterstoff, der kongruent zum Oberstoff ist, fest.
Nun näht man das rechteckige Stück Stoff von außen an den Oberstoff fest. Es wird zwischendurch immer wieder in Falten gelegt.
Faltet das Rechteck zwei mal am Rand um, während Ihr es am Kreis fest näht, und Ihr erspart Euch, es zu versäumen.



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Hat man das rechteckige Stück Stoff einmal um das runde Stück Stoff genäht, den Kreis also geschlossen, klappt man das Rechteck der Länge nach hinunter, so dass nun die rechte Stoffseite zu sehen ist, und näht es an der Unterseite der nun fast fertigen Mütze fest. So ist keine Naht vom Futter- und Oberstoff mehr sichtbar.



Auf dem Bild rechts zu sehen :
Unten ist Futter- und Oberstoff, sie werden gefältet. Oben ist die Innenseite des rechteckigen Stück Stoffes zu sehen. Wenn man es hinunter faltet, um es fest zu nähen, sieht man auf die rechte Seite / Oberseite des Stoffes.



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Jetzt ist die Henry VII - Mütze bereit, dekoriert zu werden.
Man könnte auch kleinere Straussenfedern hinter der Krempe befestigen, und auf deren Schäfte Perlen stecken. Dies empfiehlt sich aber nur für höher gestellte Personen.

Wer ein Bild von einem fertigen Bonet sehen möchte, der schaue sich in der Galerie um.





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