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Der Ostturm
Der Westturm
Locus necessitatis
Williams Gemächer
Johns Gemächer

Der große Bund der Handelsstädte und Kaufleute, auch Hanse genannt,
wird mittels Hansetag organisiert. Dieser wurde 1356 eingeführt, und fand
nun zum ersten Mal in Lübeck statt. Er regelte zum Beispiel die Privilegien,
Handelsverträge, Ausschlüsse aus der Hanse, sogar Blockaden oder Kriege.
Der Hansetag, der eigentlich über mehrere Tage ging, fand dann statt, wenn
der Bedarf gegeben war, und das war nicht sehr häufig. Insgesamt nur 72 mal.
Das lag aber nicht unbedingt an mangelndem Gesprächsstoff, sondern eher
an den immens hohen Kosten und dem logistischen Aufwand, den nicht nur
die Stadt zu leisten hatte, sondern auch die Reisenden.
Man verließ sich daher auch gerne auf die Entscheidung der Hansestadt
Lübeck, war sie doch um 1294 als caput et principium omnium und im
15. Jahrhundert als Hovestad bekannt.

Lübeck gab für gewöhnlich die Einladungen zu den Hansetagen heraus,
die zwar zuerst nur an die größeren Städte gerichtet waren, aber die
kleineren Städte nicht daran hinderten, ihre Stimmen abzugeben, denn
man teilte ihnen natürlich rechtzeitig mit, wann und wo der nächste
Hansetag stattfinden würde. So konnten sie sich mit größeren Städten
auf dem sogenannten Regionaltag treffen, und die Wünsche der jeweiligen
Städte notieren, die dann durch den Ratssendeboten vertreten wurden.

Waren dann alle geladenen Gäste in Lübeck, oder der Stadt, in der der
Hansetag statt fand, angekommen, so hielt man sich an gewisse Regeln
und Abläufe.Wie auch zu anderen Anlässen im Mittelalter, gab es auch
hier eine strenge Tischordnung, wobei Lübeck in der Regel am Kopf des
Tisches saß, an deren Seite weitere große Städte, wie Köln, Bremen und
auch Hamburg.

War der Hansetag vorbei, so erhielt jeder Ratssendebote ein Schreiben,
indem die Ergebnisse der Verhandlungen aufgelistet waren, mit auf den
Weg.

Siehe auch - Regionaltage



Handel und Hanse / Der Regionaltag

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